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Geschrieben von: Patrick Möhrlein
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Es ist Bürgerfest, viele Menschen tummeln sich auf den Straßen Ingolstadts.
Auch Elke Püls (69) verbrachte einige schöne Stunden bei strahlendem
Sonnenschein, mitten unter gleich gesinnten. Als am Abend Wolken aufzogen,
entschloss sie sich nach Hause zu fahren, um dem Unwetter zu entgehen. Also
schnell auf das Fahrrad und ab in Richtung Heimat. Doch die Fahrt sollte ein
jähes Ende nehmen. Auf der Schlosslände angekommen passierte es, Frau Püls
stürzt schwer und bleibt bewusstlos auf dem harten Asphalt liegen. Ein Ordner
des Sicherheitsdienstes am Bürgerfestes bemerkte die Frau. Er setze sofort den
Notruf ab, und verständigte den nahegelegenen Sanitätspunkt am Parkplatz des
Stadttheaters. Die dort postierten Helfer (Daniel Welsch und) trafen binnen
einer Minute am Einsatzort ein und übernahmen die Erstversorgung der Patientin.
Zur gleichen Zeit fieberten die ehrenamtlichen Helfer des BRK Anja Grimmer,
Christian Mayer und der Notarzt Dr. Achim Ehrt Am Hauptsanitätspunkt des
Bürgerfestes am Alten Rathaus dem Feierabend entgegen. Sie waren den ganzen Tag
zum Sanitätsdienst auf dem Bürgerfest gekommen, um ehrenamtlich Besuchern des
Bürgerfestes zu helfen. Doch der Feierabend musste warten, denn das Funkgerät
schrillte auf und meldete "Eine bewusstlose Person auf der Schlosslände!".
Binnen weniger Minuten trafen die Retter um Dr. Ehrt bei den Helfern und der
schwer am Kopf verletzten Frau Püls ein. Schnell war klar, hier ist höchste Eile
geboten. Als wäre dies nicht genug, begann es nun wie aus Eimer zu regnen.
Behutsam aber zügig wurde Frau Püls in den Rettungswagen eingeladen. Hier wurde
sie medizinisch vorversorgt und ihr Zustand soweit stabilisiert do dass sie ohne
größere Komplikationen in den Schockraum der Notaufnahme, des Klinikum
Ingolstadt transportiert werden konnte.
Zehn Tage musste Frau Püls mit
einer Schädelfraktur im Klinikum verbringen, danach folgten einige Wochen Reha.
Hier wuchs auch Ihr Entschluss, sich persönlich bei jenen Helfern des BRK zu
bedanken, die am Unglückstag so schnell zur Stelle waren. Einige Telefonate und
ein paar Monate später stand Sie nun da, neben jenen Menschen die im
Regenschauer um Ihr Leben rangen. Erstaunt und voller Freude empfingen die
ehrenamtlichen Helfer Ihr ganz persönliches "Dankeschön" von Frau Püls. "Da weiß
man für was man die rote Jacke immer wieder gerne anzieht." scherzt Anja Grimmer
im Nachhinein.

(v.l.n.r.: Anja Grimmer, Notarzt Dr. Ehrt, Elke Püls und Christian Meier)
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