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Geschrieben von: Patrick Möhrlein
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Donnertag 22.09.11 13:30 Uhr, ein idyllischer Sommertag der zum Flanieren
einlädt. Doch das Idyll wird jäh von aufheulenden Funkmeldeempfängern
unterbrochen. Es folgt die Durchsage: „Einsatz für die Schnelleinsatzgruppen …
Fund einer Fliegerbombe“. Im Eiltempo verlassen die ehrenamtlichen Helfer Ihre
Arbeitsstätten, Familien oder das warme Bett um Hilfe zu leisten. Nach nicht
einmal 20 Minuten bewegen sich die ersten Einsatzfahrzeuge der
Schnelleinsatzgruppen in Richtung des Einsatzortes. Was war passiert? Auf
einer Baustelle in der Nähe der Theodor Heuss Brücke liegt ein Sprengkörper
brach in einer Baugrube. Ein Sprengstoffexperte hatte das Areal auf solch
unliebsame Hinterlassenschaften untersucht und wurde fündig. Schnell ist klar,
in einem Umkreis von 250 Metern darf sich während der Entschärfung niemand mehr
aufhalten. Da ein Hochhaus innerhalb des Gefahrenbereichs liegt, entschied sich
der Organisatorische Leiter Rettungsdienst die Schnelleinsatzgruppen aus
Ingolstadt und Umgebung alarmieren zu lassen.
Das Zeitfenster zur
Evakuierung des Hochhauses in der Lutzstraße war eng, es blieben zweieinhalb
Stunden um den Wohnblock zu räumen. Die Schnelleinsatzgruppe Behandlung und
Transport begann unverzüglich nach dem Eintreffen drei Zelte zu errichten um die
Evakuierten aufnehmen zu können. Die Schnelleinsatzgruppe Betreuung versorgte
Betroffene und Helfer mit heißen und kalten Getränken. Das
Kriseninterventionsteam des BRK Ingolstadt beruhigte jene, die sich an längst
vergangene Tage zurückerinnerten und die Unterstützungsgruppe
Sanitätseinsatzleitung der Bereitschaft Eichstätt errichtete eine
Kommunikationsinfrastruktur vor Ort.
Nun ging es Schlag auf Schlag,
immer mehr Einsatzkräfte der umliegenden Bereitschaften trafen ein.
Schnelleinsatzgruppen aus den Regionen Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg
unterstützten die Ingolstädter bei Leibeskräften.
16:20 Uhr: Geschafft,
alle Personen hatten das Hochhaus verlassen und der Sprengmeister durfte sein
Können unter Beweis stellen. Um 16:25 war es vollbracht, die Bombe konnte ohne
Zwischenfälle entschärft werden. Die BRK Bereitschaften halfen den Bewohnern
wieder in Ihre Wohnungen zurückzukehren. Dann verkündete der Organisatorische
Leiter Rettungsdienst Joachim Steenmann: „Einsatzende!“
Das BRK
Ingolstadt bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften und vor allem bei den
Bereitschaften der umliegenden Regionen für die gute Zusammenarbeit.

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